Vortrag und Diskussion mit dem iranischen Friedensaktivisten Dr. Hussein Pur-Khassalian zu aktuellen Ereignissen im Iran. 40 Jahre nach der Islamischen Revolution leiden die Menschen im Iran unter den Folgen schwerer Sanktionen und unter ständigen Kriegsdrohungen. Demokratisierungsversuche, wirtschaftliche Entwicklung und Bildung stagnieren.
Ein Film über eine Reise – zwischen Verlust, Flucht und Neuanfang – präsentiert von der türkischen Regisseurin Andaç Haznedaroğlu.
Sonntag, 5. Mai | 14:00
Atlantis- Kino
K2, 32 Mannheim
Der Film basiert auf einer wahren Geschichte und zeigt eindrucksvoll, welche Hürden syrische Geflüchtete (vor allem Frauen und Kinder) auf ihrer Flucht vor dem Krieg überwinden müssen und welchen Situationen sie tag täglich gegenüber stehen. Ein wirklich sehr sehenswerter und empfehlenswerter Film!
Wir freuen uns auch sehr, dass wir die Regisseurin Andac Haznedaroglu und die Hauptdarstellerin Rawan Iskeif bei der Aufführung zu Gast haben und nach dem Film eine Gesprächsrunde für Fragen und Diskussion stattfinden wird.
Der Film folgt der Reise von Lena und Meryem auf ihrer Flucht vor dem Krieg in Syrien. Lena ist ein achtjähriges Mädchen, das seine Familie im Krieg verloren hat. Sie ist gezwungen, mit ihrer kleinen Schwester und ihrer Nachbarin Meryem in die Türkei zu fliehen, zusammen mit anderen syrischen Flüchtlingen. Lena möchte nichts sehnlicher, als nach Hause zurückzukehren, während Meryem hofft, Europa zu erreichen und dort ein neues Leben beginnen zu können. Sie kommen in Istanbul an, wo sie neue Herausforderungen erwarten, denn die einzigen Menschen, die ihnen helfen könnten, lassen sie im Stich. Ihre Anstrengungen in der großen Stadt mit ihrer Grausamkeit und Kälte geben dennoch Hoffnung: Am Ende ihrer Odyssee haben sie beide gelernt, zu lieben und sich um einander zu kümmern. Eine solche „Reise“, das macht dieser packende Film der türkischen Regisseurin Andaç Haznedaroğlu klar, kann jedem von uns bevorstehen, denn die zentrale Frage ist: Wenn morgen in deiner Heimatstadt ein Krieg ausbricht, was machst du dann?
Der Film wird am Donnerstag, 02.05.2019 in FRANKFURT (DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum), am Freitag, 03.05.2019 in GEISLINGEN (Rätsche) und am Samstag, 04.05.2019 in KARLSRUHE (ZKM- Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe) gezeigt.
Vom 4. bis 10. April 2019 findet im Cinema Quadrat die Agenda 21-Kinowoche statt. „Entscheidungen“ lautet die diesjährige Überschrift über das sorgfältig kuratierte Programm von Filmen, die sich mit gesellschaftlichen, politischen, sozialen und ökologischen Themen beschäftigen. Die Protagonist*innen wie auch die Zuschauer*innen werden vor entscheidende Fragen gestellt: Im Eröffnungsfilm „Naomis Reise“ stellt Regisseur Frieder Schlaich einen realen Gerichtsfall nach, nimmt aber die Perspektive einer jungen Peruanerin ein, die in Berlin als Nebenklägerin auftritt beim Prozess um die Tötung ihrer Schwester. Der nüchternen Justiz stehen ihre Emotionen gegenüber, der Mordprozess geht mit ihrem Trauerprozess einher. Und sie wie das Publikum werden mit der Frage nach Recht, Gesetz und Gerechtigkeit konfrontiert.
In der politischen Komödie „Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes“ gerät ein Filmstudent ohne Stipendium auf einer Apfelplantage in romantische und revolutionäre Verwicklungen: Im ausbeuterischen Erntebetrieb unter den Apfelbäumen brodelt der kommunistische Umsturz. Der niederländische Dokumentarfilm „Genderbende“, der bisher auf nur wenigen Festivals in Deutschland gezeigt wurde, porträtiert fünf queere Menschen, die sich nicht in den binären Geschlechterkategorien wiederfinden und versuchen, auch gegen eine oftmals verständnislose Gesellschaft ihr Leben im „Sowohl-als-auch“ zu führen. „Zer“ behandelt das Trauma des Massakers der türkischen Armee an den Kurden in Dersim 1938: Ein junger, kurdischstämmiger Musikstudent reist in das Land seiner Vorfahren auf den Spuren eines Liedes, das ihm die Großmutter auf dem Sterbebett vorgesungen hat; er tritt mit seiner Reise das unbekannte Erbe der Vergangenheit an. In „Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen“ geht es um die Monotonie des Saatgutes im globalisierten Nahrungsmittelsystem, das von immer weniger Großkonzernen bestimmt wird: Es bedarf vieler kleiner Initiativen, um die Vielfalt der Landwirtschaft zu bewahren. „The Cakemaker“ ist ein vielfach preisgekrönter, Länder- und Geschlechtergrenzen überschreitender Liebesfilm, in dem eine tragische Liebesaffäre in Berlin zu einer ganz besonderen Beziehung in Jerusalem führt: auch persönliche Entscheidungen im Kleinen haben große Auswirkungen. Die Folgen des stetig steigenden Konsums von Smartphones, Tablets und Co. auf Umwelt, Gesundheit und Lebensumstände weltweit sind das Thema des Dokumentarfilms „Death By Design – Die dunkle Seite der IT-Industrie“.
Die Agenda 21-Kinowoche wird alljährlich von verschiedenen gesellschaftspolitisch engagierten Mannheimer Initiativen und Institutionen veranstaltet mit dem Ziel, in aktuellen Filmen soziale, politische oder ökologische Themen aufzugreifen und gemeinsam mit den Zuschauer*innen über Lösungen zu einer nachhaltigen Lebensweise nachzudenken. Deshalb finden nach jeder Filmvorführung Filmgespräche statt, in denen die Zuschauer*innen die Themen des Films mit kompetenten Gesprächspartner*innen aufbereiten können. An Werktagen finden jeweils um 10 Uhr Schulvorstellungen statt. Die Agenda 21-Kinowoche entstand vor fast 15 Jahren im Rahmen der lokalen Agenda 21, einem Aktionsprogramm zur nachhaltigen Entwicklung, das auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro von den Vereinten Nationen beschlossen wurde. Die Filmwoche steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz; Stadtrat Gerhard Fontagnier wird die Agenda 21-Kinowoche als Vertreter der Stadt Mannheim eröffnen.
—- Die Agenda 21-Kinowoche ist eine Veranstaltung von: Cinema Quadrat; Eine-Welt-Forum Mannheim e.V.; Fachbereich Demokratie und Strategie Stadt Mannheim, Amt für Gleichstellung; Fachbereich Demokratie und Strategie Stadt Mannheim, Team Bürgerschaft und Beteiligung; Jugendkulturzentrum FORUM; Kulturamt der Stadt Mannheim; KulturQuerQuerKultur Rhein-Neckar e.V.; PLUS – Psychologische Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar e.V.; Save Me Mannheim – Eine Stadt sagt ja
DO, 28. Februar 2019 | 19:00 Gewerkschaftshaus, Tagungsraum der IG Metall (3. OG) Hans-Böckler-Str. 1, 68161 Mannheim
Eintritt frei
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Vor einhundert Jahren wurde Rosa Luxemburg unter dem Vorwand, „Ruhe und Ordnung“ wiederherzustellen, brutal ermordet.
Wir wollen aus diesem Anlass die große Vielfalt ihrer Persönlichkeit würdigen – als mutige, kluge und herausragende Kämpferin für Menschenrechte und internationale Solidarität sowie als großartige Rednerin und Autorin.
Eine ganz besondere Collage aus ihren Ansprachen, Briefen und Aufsätzen präsentiert die Mannheimer Schauspielerin Bettina Franke.
Für eine mitreißende musikalische Begleitung sorgt Laurent Leroi am Akkordeon.
— Eine Veranstaltung der IG Metall Mannheim in Kooperation mit dem Aktionsbündnis „Wir zahlen nicht für Eure Krise!“ und KulturQuer QuerKultur Rhein-Neckar e. V.
MI, 20. Februar 2019 | 19:30 Bücherladen Neckarstadt Kobellstraße 17, 68167 Mannheim
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Nach der erfolgreichen „LiteraTour nach Frankreich“ zieht es die Sängerin Susanne Bohn und den Autor und Verleger Ulrich Wellhöfer diesjahr noch weiter in die Ferne – und in die unmittelbare Nähe. Es geht nach Europa! – Aber wo findet man „Europa“?
So manch literarische und musikalische Fundstücke aus fast drei Jahrtausenden fördern durchaus Überraschendes, Eindrückliches, aber auch Skurriles zutage. Und damit so mache Einsichten – und Aussichten!
Ulrich Wellhöfer (Texte und Reiseleitung)
Susanne Bohn (Gesang und Akkordeon)
SA, 16. Februar 2019 | 18:00 Avesta / Cas del Arte Rheinhäuser Straße 24-B, 68165 Mannheim
Öffnungszeiten: FR, SO 14:00-18:00
— Mit freundlicher Unterstützung von: KulturQuer QuerKultur Rhein-Neckar e. V., BITTLINGER, Die Kunstgalerie kunst@work
FR, 15. Februar 2019 | 17:00 laboratorio17, Jungbuschstraße, 68159 Mannheim
Dauer der Ausstellung: Bis 13. April 2019
Öffnungszeiten: Samstags 11:00 – 16:00 Uhr, parallel zu Malkursen im HOFatelier, und nach Vereinbarung mit Alexander Bergmann: 0151 / 12936269; hofatelier@gmx.de
Eintritt frei
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Zu sehen ist eine Erstpräsentation der bildenden Künstler*innen Maria Korovina und Muhammad Fozili aus Usbekistan, und von Alexander Bergmann aus Usbekistan, der heute in Mannheim lebt. Außerdem eine Fotopräsentation des Kunsthistorikers Alexej Arapov, Autor des Reiseführers „Usbekistan“, der in Kürze in deutscher Sprache erscheint. Schließlich eine Ausstellung mit Werken der angewandten zeitgenössische usbekischen Kunst, vorgestellt von Lola Sajfi und Iroda Mirkhodjaeva.
— Mit Unterstützung von KulturQuer QuerKultur Rhein-Neckar e. V. u.a. Unterstützern.
FR, 11. Januar 2019 | 17:00 Mannheimer Abendakademie | U 1, 16-19, Foyer
Mit dem Mannheimer Fotografen Enver Enli u.a.
Grußwort der Stadt Mannheim: Dr. Claudia Schöning-Kalender
Einführung: Nuran Tanriver und Enver Enli
Eintritt frei
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Fotobrücke ist ein kollektives Fotoprojekt, das von 60 Fotograf*innen und 60 in der Türkei Inhaftierten aus 26 unterschiedlichen Haftanstalten entstand. Die Idee: eine Kommunikation zwischen den Gefangenen und uns draußen zu ermöglichen und damit die Stimme der Gefangenen über die Fotos den Menschen draußen zu übermitteln. Das Projekt kam zustande durch die Organisation „Görülmüstür“ (zu deutsch: „sichtbar werden“, gegründet vom türkischen Schriftsteller Adil Okay) und der Fotogruppe „Redfotograf“.
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