Lesung und Gespräch: Mehrsprachigkeit in der zeitgenössischen Literatur


MO, 11. JUNI 2018 | 15:00
Mannheimer Abendakademie |  Saal | U 1, 16, 68161 Mannheim
Eintritt 7 Euro | Anmeldung unter Kursnummer: R131011
Eine Veranstaltung im Rahmen des Literatursommers 2018 der Baden-Württemberg-Stiftung

Es lesen zwei deutschsprachige Autorinnen aus ihren Werken: Sudabeh Mohafez (Autorin und Pädagogin)  wurde im Iran geboren und lebt nach Stationen in Berlin und Lissabon heute in Backnang bei Stuttgart. Jonka Hristova (Autorin und Opernsängerin) wurde in Bulgarien geboren und lebt heute überwiegend in Mannheim. Mit beiden Autorinnen führt anschließend die Kulturwissenschaftlerin Emek Cerit ein Gespräch zum Thema „Mehrsprachigkeit in der zeitgenössischen Literatur“.

Veranstalter: Mannheimer Abendakademie in Zusammenarbeit mit KulturQuer QuerKultur Rhein-Neckar e.  V.

Brecht und Hikmet – Die Namen der Liebe

– Ein poetischer Abend mit Rezitationen –


FR, 02.03.2018  | 20.00 Uhr
Galerie Arabeske | Dossenheimer Landstraße 69, 69121 Heidelberg 
Eintritt frei – Spenden willkommen
Die Parallelen im Leben des berühmten Schriftstellers, Dramatikers und Dichters Bertolt Brecht (1898 – 1956) und des bekanntesten Dichters der Türkei, Nazim Hikmet (1902-1963), sind bemerkenswert: Beide waren überzeugte Marxisten, beide wurden wegen ihren politischen Überzeugungen verfolgt, beide mussten ihre Heimat verlassen, beide lebten im Exil …
Beide Künstler verbindet auch, dass sie liebten und ihre Gefühle in Gedichte verwandelten. Ihre Liebesgedichte sind wie die Liebe selbst – intensiv, berührend, ernüchternd, schmerzhaft.
Jenseits ihrer gesellschaftlich-politischen Visionen offenbaren die Liebesgedichte von Brecht und Hikmet ihre sensible persönliche Seite und zeigen die sehr unterschiedlichen Facetten des Gefühls auf, das doch nur einen einzigen Namen kennt – die Liebe.
Ein poetischer Abend mit Rezitationen, vorgetragen von dem Schauspieler Baris Tangobay und der Kulturwissenschaftlerin und Mitgründerin von KulturQuer-QuerKultur Gisela Kerntke. Einführung durch die Kunsthistorikerin und Islamwissenschaftlerin Nuran Tanriver.

Veranstalter: Freunde Arabischer Kunst und Kultur e.V., KulturQuer QuerKultur Rhein-Neckar e.V. 

europa_morgen_land 2017/ 2018


Seit 2000 kann man bei europa_morgen_land in Caféhaus-Atmosphäre neueste deutsche Literatur kennenlernen. Die eingeladenen Autor*Innen gehörten oft zu den Preisträgern des Adelbert-von-Chamisso-Preises. „Chamissos Erben“ sind aus der deutschsprachigen Literatur nicht wegzudenken. Leider vergab die Robert-Bosch-Stiftung diese Auszeichnung 2017  zum letzten Mal. Der Preis habe „seine ursprüngliche Zielsetzung vollständig erfüllt: Autoren mit Migrationsgeschichte haben heute grundsätzlich die Möglichkeit, jeden in Deutschland existierenden Literaturpreis zu gewinnen“.
Auch die Reihe europa_morgen_land hinterfragt dieses Konzept immer wieder auf seine Aktualität: Stellt ein solches Veranstaltungsformat nicht eine Exklusivität her, die positiv diskriminiert? Nach den Lesungen gibt es bei europa_morgen_land immer Gelegenheit zu Gesprächen und zur Diskussion – auch zu Fragen nach dem Sinn dieser Art von Auszeichnungen und der Reihe.
Seien Sie herzlich eingeladen!

  • SO, 19.11.2017: Mascha Dabi Selim Özdoğan | Müllers Restaurant & Café, Mannheim (ACHTUNG: Die im Programmflyer angekündigte Lesung „Reibungsverluste“ mit Mascha Dabić findet leider nicht statt. Stattdessen begrüßen wir Selim Özdoğan mit der Lesung aus seinem Roman „Wo das Licht brennt“)
  • SO, 21.01.2018: Anna Galkina | Müllers Restaurant & Café, Mannheim
  • SO, 11.02.2018: Ijoma Mangold | Hausboot im Kulturzentrum dasHaus, Ludwigshafen
  • SO, 04.03.2018: Fatma Aydemir | Hausboot im Kulturzentrum dasHaus, Ludwigshafen
  • SO, 18.03.2018: Tijan Sila | Stadtbücherei Frankenthal

PRESSE

Rheinpfalz über Selim Özdogan, 21.11.2017: PDF
Rheinpfalz über Anna Galkina, 24.01.2018: PDF
Rheinpfalz über Ijoma Mangold, 13.02.2018: PDF
Rheinpfalz über Fatma Aydemir, 06.03.2108: PDF

Veranstalter: Kulturamt Mannheim, Kulturbüro der Stadt Ludwigshafen, Stadtbibliothek Frankenthal, KulturQuer QuerKultur Rhein-Neckar und Kultur Rhein-Neckar e.V. 

Buchvorstellung »Seelengesänge« von Vasile Tartan

– Lesung und Gesang von Vasile Tartan und Jonka Hristova, mit Delia Stegarescu –

SO, 11.Juni.2017 | 11:00 Uhr
Nationaltheater Mannheim  
Goetheplatz 1, 68161 Mannheim
 
Vasile Tartan wurde in Rumänien geboren und studierte in Klausenburg Gesang, Musikwissenschaft und Chordirigieren. 1980-81 war er als Solist am Theater in Craiova/Rumänien engagiert. Von 1982 bis 2015 war er als 1. Bass Mitglied des Opernchors des Nationaltheaters. Zusammen mit Jonka Hristova stellt er sein neu erschienenes Buch »Seelengesänge« vor. Zwischen den Lesungen präsentiert er Werke von Händel u.a.
Mit: Vasile Tartan (Lesung, Gesang), Jonka Hristova (Lesung), Delia Stegarescu (Klavier).

europa_morgen_land 2016/ 2017

europa_morgen_land-2016-2017
Die globale Bedeutung von Migration wird nicht geringer und bleibt auch für die europäischen Gesellschaften eine große Herausforderung. Wenige verlassen freiwillig ihre Heimat, meist ist Migration dem Zwang geschuldet, vor Krieg und Elend zu fliehen. Für die sogenannten Aufnahmegesellschaften ist eine „Willkommenskultur“ nicht leicht zu „schaffen“. Konfrontation, Begegnung und Austausch sind mehr denn je treibende Kräfte gesellschaftlicher Entwicklungen – auch in den Künsten. In der Literatur ist Vielfalt längst zum Normalzustand geworden. Mehrsprachige Autorinnen und Autoren, die deutsch schreiben, auch wenn ihre erste Sprache nicht Deutsch war – sind aus der deutschsprachigen Literatur nicht mehr wegzudenken. Sie als „Chamissos Erben“ zu benennen, weist auf die historische Kontinuität hin, in der diese Literatur verortet werden kann. Zum sechzehnten Mal findet 2016/2017 in städte-und länderübergreifender Kooperation die Lesereihe in Ludwigshafen und Mannheim statt; seit 2014 zusätzlich in Frankenthal. Viele der Autorinnen und Autoren schreiben über Migrationserfahrungen, auch wenn ihr Werk nie alleine darüber zu erfassen ist. Sie schreiben neueste deutsche Literatur, auf die wir gerne neugierig machen wollen.

Termin

06. NOV 2016 | Café de Dôme, Ludwigshafen: Shahak Shapira
04. DEZ 2016 |  Museumsschiff, Mannheim: Senthuran Varatharajah
29. JAN 2017 | Stadtbücherei Frankenthal: Rasha Khayat
19. FEB 2017 | Museumsschiff, Mannheim: Shida Bazyar
19. MÄRZ 2017 | Café de Dôme, Ludwigshafen: Anna Kim

PRESSE

Rhein-Pfalz über Senthuran Varatharajah, 8.12.2016: PDF-Datei
Rhein-Pfalz über Rasha Khayat, 26.01.2017: PDF-Datei

Veranstalter: Kulturamt Mannheim, Kulturbüro Ludwigshafen und Stadtbücherei Frankenthal in Kooperation mit den Vereinen Kultur Rhein-Neckar e.V. und KulturQuer QuerKultur Rhein-Neckar e.V. 

Arabische Schriftsteller öffnen ein Fenster: Shalha Ujayli – Syrien

FREITAG, 17. Juni | 19:30 
Bürgerhaus Heidelberg-Kirchheim | Hegenichstraße 2A, 69124 Heidelberg
Anmeldung: info@arabischekultur.de 

Mit der aus Raqqa stammenden Autorin Shahla Ujayli stellen die Freunde Arabischer Kunst und Kultur e.V. eine neue Generation von arabischen Schriftstellern und Schriftstellerinnen, die von politischen Umwälzungen, Krieg, sozialer Ungerechtigkeit und persönlichen Schicksalen in der eigenen Gesellschaft und ihren Heimaten erzählen. Die Art des Schreiben hat sich seit Ausbruch der Revolutionen über die ganze Arabische Welt hinweg verändert. Neue Formen der Sprache entstehen und Themen, die bisher tabuisiert waren bzw. die nicht laut ausgesprochen wurden, werden mit einer enormen Kraft und Energie in die Öffentlichkeit hinausgetragen und dadurch verarbeitet.
In Kooperation mit dem  Ausländerrat/ Migrationsrat Heidelberg
mit Unterstützung des Eine Welt Zentrum Heidelberg, der Orientalischen Musikakademie Mannheim und KulturQuer QuerKultur Rhein-Neckar e.V
Mehr Infos unter: www.arabischekultur.de

europa_morgen_land 2015/2016

EML 2015:2016
Der Prozess der Migration erfährt mit der deutlichen Zunahme von Flüchtenden nach Europa eine dramatische Wendung. Zwischen „Willkommenskultur“ und totalen Abschottungsversuchen vergrößern sich die Gräben. Europa steht vor seiner bisher größten Herausforderung.  Begegnung, Austausch und Konfrontation sind mehr denn je treibende Kräfte gesellschaftlicher Entwicklungen – auch in den Künsten. Vielfalt ist in der Literatur der Normalzustand (geworden). „Chamissos Erben“ – mehrsprachige Autorinnen und Autoren, die deutsch schreiben, auch wenn ihre erste Sprache nicht Deutsch war – sind aus der deutschsprachigen Literatur nicht mehr wegzudenken; Navid Kermani, der bereits 2006 in der Lesereihe europa_morgen_land las, erhält 2015 den Friedenpreis des deutschen Buchhandels. Bereits zum fünfzehnten Mal findet 2015/2016 in städte- und länderübergreifender Kooperation die Lesereihe in Ludwigshafen und Mannheim statt; seit 2014 zusätzlich in Frankenthal.

PRESSE

Mannheimer Morgen, 21.11.2015: hier
Die Rheinpfalz, 24.11.2015: hier
Die Rheinpfalz, 08.12.2015 über Akos Doma: hier
Die Rheinpfalz, 23.01.2016 über Martin Kordic: hier
Die Rheinpfalz, 16.02.2015 über Sherko Fatah: hier

DOKUMENTATION

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Veranstalter: Kulturamt Mannheim, Kulturbüro Ludwigshafen und Stadtbücherei Frankenthal in Kooperation mit den Vereinen Kultur Rhein-Neckar e.V. und KulturQuer QuerKultur Rhein-Neckar e.V.

Lesung mit Jagoda Marinic

SONNTAG, 15.03.2015 | 17 Uhr
Café Treppe im Kulturzentrum dasHaus | Bahnhofstraße 30, Ludwigshafen
im Rahmen der Reihe Europa_Morgen_Land 9. Neueste deutsche Literatur
Moderation: Semira Soraya-Kandan
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„Sie war nicht einmal zwei, da machte er den genetischen Schneetest mit ihr: Er nahm sie mit auf die Straße, hielt sie den Flocken entgegen und rief Snig – das dalmatinische Wort für Schnee. Snig, Mijo. To ti je snig. „Das hier, das ist dir Schnee, Mijo.“ Im Kroatischen steht selten etwas für sich, ist einfach so, immer ist es dem Menschen, alles ist ein Dativ, alles auf dieser Welt ist für jemanden. Mija bückte sich, fasste mit ihren Kinderhänden in den kalten Schnee und schaffte es nicht, sich wieder aufzurichten. Er sah ihr zu, wie sie ganze fünf Sekunden still hielt, bevor sie zu schreien begann.“

(Aus: Jagoda Marinic: Restaurant Dalmatia. Hoffmann und Campe Verlag)

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Jagoda Marinic wurde als Tochter kroatischer Eltern 1977 in Waiblingen geboren. In Heidelberg studierte sie Germanistik, Politikwissenschaft und Anglistik. Sie erhielt 1999 ein Hermann-Lenz-Stipedium und 2003 den Förderpreis der Kunststiftung Baden-Württemberg. Ihr erstes Buch mit Erzählungen, „Eigentlich ein Heiratsantrag“, veröffentlicht sie im Jahr 2001, für ihren 2005 erschienenen Erzählband „Russische Bücher“ wurde sie mit dem Grimmelshausen-Förderpreis ausgezeichnet. Sie ist seit 2012 Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland.
Nach Aufenthalten in Zagreb, Split, New York und Berln lebt und arbeitet Jagoda Marinic heute in Heidelberg. Neben Essays und Erzählungen verfasst sie Theaterkritiken, schreibt als Kolumnistin und engagiert sich als Rednerin zu Migrationsfragen. Seit 2012 leitet sie das „Interkulturelles Zentrum“ in Heidelberg.
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Presse

Die Rheinpfalz, 17.03.2015: hier

Lesung mit Nellja Veremej

SONNTAG, 22.02.2015 | 17 Uhr
Müllers Restaurant& Café auf dem Museumsschiff,
Neckarvorlandstraße 2A, Mannheim
im Rahmen der Reihe Europa_Morgen_Land 9. Neueste deutsche Literatur
Moderation: Gisela Kerntke
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„Ich werde keine Stewardess mehr, keine Professorin, keine Diva. Diese Optionen stehen aber Marina, meine Tochter, noch offen: Sie ist achtzehn, sie will irgendwann Regisseurin werden oder Designerin, und nicht Altenpflegerin wie ich. Tag für Tag drehe ich große und kleine Runden um den Alexanderplatz, besuche die alten Menschen und fange ihre schwindenden Schatten auf. Während ich ihren Erinnerungen zuhöre, kämme ich ihre schwachen Nylonhaare oder schneide ihre zähen Plastiknägel. Manchmal mag ich meine Arbeit sogar. Meine Mutter aber, die jetzt bei mir zu Besuch war, habe ich gesagt, dass ich als Russischlehrerin arbeite. Nicht viele Stunden, aber es ist netter Kundschaft und so. Mir ist es peinlich, dass ich hier im Paradies nicht so weit gekommen bin wie erhofft.“

(Aus: Nellja Veremeij: Berlin liegt im Osten. Jung und Jung-Verlang)

Nellja Veremeij wurde 1963 in der Sowjetunion geboren. Sie studierte an der Leningrader Universität Russische Philosophie und lebt seit 1994 in Berlin. Publikationen in der Wochenzeitschrift „Freitag“. Newcomer-Preis und Publikumspreis beim Literaturwettbewerb Wartholz 2010. Im März 2014 wurde sie mit dem Förderpreis des Adelbert-von-Chamisso-Preises und dem Förderpreis des Friedrich-Hölderlin-Preises der Stadt Homburg ausgezeichnet.
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Presse

Die Rheinpfalz, 25.02.2015: hier
Mannheimer Morgen, 26.02.2015: hier
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Dokumentation

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LESUNG mit ANILA WILMS

SONNTAG, 14.12. | 17 Uhr
Müllers Restaurant& Café auf dem Museumsschiff,
Neckarvorlandstraße 2A, Mannheim
im Rahmen der Reihe Europa_Morgen_Land 9. Neueste deutsche Literatur
Moderation: Anna Barbara Dell
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Anila Wilms wurde 1971 in Tirana geboren und wuchs in der albanischen Hafenstadt Durres auf. Sie stammt aus einer Familie
von reichen und politisch einflussreichen Beys (um die es auch zum Teil in ihrem Roman geht), die nach 1945 als die „natürlichen“
Feinde des kommunistischen Regimes enteignet und entmachtet wurden. Nach ihrem Geschichts- und Philologiestudium in
Tirana kam sie 1994 als DAAD-Stipendiatin nach Berlin. Dort lebt sie seither als Autorin und Publizistin. Im August 2012 erschien
ihr Roman „Das albanische Öl oder Mord auf der Straße des Nordens“, den sie auf Albanisch und auf Deutsch schrieb.
Bereits 2013 erhielt sie den Adelbert-von-Chamisso- Förderpreis.
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Presse

Die Rheinpfalz, 17.12.2014:  PDF-Datei
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Dokumentation

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